Einmal um die Welt- ein Rückblick in Zahlen, Daten und Fakten
31. Dezember 2008 14:36, geschrieben von sumiz, Kategorien [ Allgemein ][ (1) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Zwei Monate ist es her, dass wir unsere Weltreise beendet
haben und zu Hause mehr oder weniger hart wieder aufgeschlagen sind. Eigentlich
sollte schon längst ein Rückblick/ Wieder-zu-Hause-Bericht oder so hier drin
stehen, aber –man glaubt es kaum- wir sind nicht dazu gekommen. Der
Wiedereinstieg zu Hause fällt uns schwer, besonders da jetzt, heute, unser
arbeitsfreies Jahr zu Ende geht und wir ab übermorgen wieder voll ins
Berufsleben einsteigen (müssen). 365 Tage Freiheit sind vorbei
Wie man das am Jahresende eben tut, gibt es aber trotzdem noch einen Rückblick auf unsere Reise. Zunächst einmal in Zahlen:
- Wir haben stolze 72153 Kilometer in Flugzeugen, Zügen, Schiffen. Autos und Bussen zurückgelegt, nicht eingerechnet die Strecken die wir zu Fuß erkundet haben.
- Insgesamt hat die Weltreise ca. 26.000 Euro gekostet (Und ja, jeder einzelne Cent davon war es wert und ist gut angelegt)
- Unsere 38 Emails nach Hause sowie unsere 43 geschriebenen Bloggs wurden zu Hause fein säuberlich katalogisiert. Unsere 12 nach Hause geschickten Pakete sind alle angekommen, inklusive dem was per Transsib auf dem Landweg quer durch Asien gefahren ist.
- Insegsamt haben wir 7627 Bilder gemacht- und wir sind immernoch mit sortieren beschäftigt.
- Auf der Reise haben wir zusammen 110 Bücher gelesen (Micha: 32, Susanne: 78)
- Wir sind an 44 Stränden gewesen und haben 293 Sonnenuntergänge gesehen.
- Wir haben 3 mal die Datumsgrenze überquert und 13 mal unsere Uhr umgestellt.
Was wir sonst noch „gesammelt“ haben:
- seltsame Feste und Feiertage, die wir nicht verstehen: Queens Birthday (wird in Neuseeland und Australien gefeiert, allerdings an unterschiedlichen Daten, keins davon ist der wirkliche Geburtstag der Königin), Anzac Day (so eine Art Heldengedenktag, auch in Australien und Neuseeland), den indischen Natinalfeiertag (in der im Fernsehen übertragenen Militärparade wurde das indische Atomwaffenarsenal durch Delhi gefahren), Labourday (in Canada und den USA), Columbusday (in den USA).
- Zu den unsympatischsten Städten haben wir Auckland (Neuseeland), Bundaberg (Australien) und Nanaimo (Kanada) gewählt.
- Unsere schlimmsten kulinarischen Ausflüge in der Welt: Durian-Milchshake, Root-Beer, gegrillte Insekten, grüne Mirinda-Limonade, neseeländische Salamie, Shaved Ice, amerikanische Pizza
Was am meisten genervt hat:
- Duschen, die entweder nur eiskalt oder kochend heiss können, aber nichts dazwischen
- Japanische Reisegruppen
- Amerikanische Sicherheitskontrollen
- Amerikanische Nachrichtensendungen
- Der amerikanische Wahlkampf
- Fliegen.
- Brot in allen Ländern ab Australien
- Langsame Internetverbindungen die einen alle fünf Minuten aus dem Netz werfen
- Sandfliegen und Mosquitos
- Packen
- Nach Nachtflügen oder Marathon-Busfahrten darauf warten zu müssen irgendwann mittags in eine Hostel einchecken zu können
- Reisebüros die einen verarschen wollen
- Dreckige Badezimmer und Hostelküchen
Was wir unterwegs am meisten vermisst haben:
- die Katze
- Nachrichten und Zeitungen
- Saubere Badezimmer, die eigene Küche
Was wir unterwegs gelernt haben:
- Zuerst einmal so praktische Dinge wir Orientierung- wie man sich in einer fremden Stadt in kurzer Zeit zurecht findet, von A nach B kommt, einen Supermarkt oder eine Hostel findet, ohne ewig zu laufen und sich am schweren Gepäck einen Bruch zu schleppen.
- Packen. Zu jeder Tages-und Nachtzeit, unter fluchen und schimpfen, dabei schörend alles wegzuwerfen.
- Links Auto fahren.
- Um Preise handeln.
- 10 verschiedene Währungen in Euro umrechnen.
- Mit Taxifahrern weltweit kommunizieren, auch da wo sie kein Wort englisch verstehen und/oder geisteskrank sind (die international anwendbare Skala für irre Taxifahrer ist nach oben offen) und/oder noch weniger Ahnung haben wo die gesuchte Strasse ist als du selbst.
- Mit Bettlern umgehen.
- Bloggs eintragen (und SPEICHERN...), Bilder bearbeiten.
- - schnell mit völlig fremden ins Gespräch kommen.
- Mit Ängsten und Befürchtungen realistisch umgehen (Übrigens, die dämlichsten Fragen wieder zu Hause waren „Wie war der Urlaub?“ und „Hattet ihr keine Angst?“)
Was wir von unterwegs mitnehmen und in Erinnerung behalten:
- Von Indien das aller Anfang schwer ist, aber das das Glück mit den Mutigen ist (besonders beim Essen!), seine Quirligkeit und seine Sinnesfeuerwerke.
- Von Thailand das Reisen so entspannt und leicht sein kann.
- Von Kambodscha das es noch Wunder und Kunstwerke gibt die einen sprachlos machen.
- Von Vietnam den besten Kaffee der Welt, und die Erkenntniss, dass eine große Schüssel Nudelsuppe gegen fast alle Leiden hilft.
- Von Bali die Erinnerung an Reisfelder im Wind und uralte Traditionen, außerdem die hohe Kunst der indonesischen Küche...
- Von Australien wirklich freundliche, offene Menschen, fantastische Strände und den Umgang mit sehr großen Spinnen.
- Von Neuseeland dass es einen Platz auf der Welt gibt, der alles auf einmal bietet, und in dem so viel wunderschönes versammelt ist.
- Von Samoa das man mit sehr wenig sehr zufrieden sein kann.
- Von Hawaii das es ein entspanntes Amerika geben kann.
- Von San Francisco das es möglich ist, die ganze Welt in eine Stadt zu packen.
- Von Vancouver wie angenehm man in Großstädten leben kann.
- Von den Rocky Mountains das Gefühl für Weite und Wildniss, und Wasser in den schönsten Farben der Palette.
- Der Provinz Quebec sind wir dankbar für ihre blosse Existenz, ihren Bewohnern dafür, dass sie genau das geblieben sind was sie schon vor 400 Jahren waren- französisch. Stolz. Trotzig. Voller Freude am Leben und am Essen.
- Von Nova Scotia Prince Edward Island und Neuengland hunderte von bunte-Blätter-Bildern, schöne Ideen für schöne Dinge und eine stattliche Sammlung Kochrezepte.
- Von New York City das Gefühl in einer Fernsehserie zu sein und sich staunend in der Stadt zu verirren.
- Von der Welt das noch so viel davon übrig ist...
New York, New York...
02. November 2008 03:26, geschrieben von sumiz, Kategorien [ Allgemein ][ (0) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
So schnell ist es gegangen, und jetzt sind schon die letzten Stunden vor der Heimreise... Wir sitzten sozusagen startklar auf den gepackten Sachen und warten nur noch darauf morgen frueh zum Flughafen zu fahren. Einerseits sind wir ein bisschen wehmuetig weil die Reise vorbei ist, andererseits freuen wir uns auch sehr auf zu Hause- zehn Monate unterwegs sind schon recht anstregend, besonders die letzten Tage haben uns nochmal gefordert...
Eigentlich wollten wir ja gar nicht nach New York, aber wir sind von diversen Leuten die wir unterwegs kennen gelernt haben dazu ueberredet worden, und sind sehr froh dass wir es doch gemacht haben. Eigentlich kennt ja jeder ein wenig New York,so viele Serien und Filme wie dort gespielt haben,und so oft sieht man es im Fernsehen dass man es fast ein wenig kennt. Umso beeindruckender ist es, dann wirklich mitten drin zu stehenund alles"live und in echt" zu erleben... Wir sind mit dem Bus von Boston aus gefahren, und beim Ueberqueren der Manhatten Bridge haben wir schon das erste Mal die Freiheitsstatue von weitem gesehen, und ueber die beeindruckende Skyline gestaunt. Und dann haben wir mitten drin gestanden, zwischen all den Hochhaeusern, und vor Staunen kaum noch den Mund zu gekriegt beim Anblick des Empire State Buildings, des Rockefeller Centers, des Crystler-Buildings und der vielen anderen gigantischen Bauwerke... Wir haben uns recht erfolgreich durch das undurchsichtige und verwirrende Netz der Strassen (1-8 Avenues, 1-130 Streets West und East usw.) und das noch verwirrendere U-Bahnsystem (gekennzeichnet mit Farben, Nummern und Buchstaben, mit unterschiedlichen Eingaengen je nach Liniennummer und Richtung, und sowohl Fahrzeiten als auch Haltestellen und Routen wechseln je nach dem ob gerade Wochentag, Wochenende, Morgen, Abend oder Rush Hour ist, so dass selbst New Yorker regelmaessig ziemlich verwirrt da stehen) gekaempft. Wir haben auf der Upper East Side zwischen Broadway und Central Park gewohnt, und uns gleich am ersten Tag im Park verlaufen... Wir haben die Wall Street und den Stock Exchange gesehen, das Gebauede ist leider nicht mehr fuer Besucher offen, aber es war trotzdem spannend davor zu stehen und die Banker und Broker bei ihrer Kaffe- und Zigarettenpause zu beobachten... Wir waren in der New York Public Library, dem MomA, der Grand Central Station, haben am Times Square die riesigen Leuchtreklamen bestaunt, von weiten die Freiheitsstatue gesehen, die erleuchtete Skyline bei Nacht von Brooklyn aus betrachtet, wir waren auf der 5th-Avenue einkaufen, haben ein Broadway-Musical gesehen, haben im Central Park ein Hot Dog gegessen und den ersten Eislaeufern vor dem Rockefeller Centre zugesehen. Zusammengefasst: Wir haben das maximal moegliche aus vier Tagen New York City gemacht... Die Stadt wuerde noch genug fuer drei Besuche bieten ohne dass man sich langweilen wuerde,aber wir sind recht froh dass wir heute gefahren sind, denn Sonntag ist der New York Marathon und dementsprechend gigantisches Verkehrschaos. Die Stadt ist anstregend, weil sie so geschaeftig und ueberfuellt ist,auf den Strassen unterwegs zu sein ist wie ein permanenter Hindernisslauf, und wir koennen uns nur mit Muehe vorstellen wie gross das Chaos an dem Tag als die Tuerme eingestuerzt sind gewesen ist.
Als Abschluss haben wir gestern noch einen Hoehepunkt der Reise gehabt: Halloween in New York... Schon morgens haben wir die ersten verkleideten Kinder gesehen, die auf den Strassen zum "Trick or Treat" unterwegs waren, und den ganzen Tag waren ueberall schon kostuemierte Menschen (und allen Ernstes auch Hunde in Kostuemen) unterwegs. Abend war dann auf der 6th Avenue die Halloween-Parade,die groesste Halloween-Veranstaltung in den USA. Es war das Verrrueckteste was wir je gesehen haben, und wir waren mitten drin. Vier Stunden lang ging die Parade,von vielen Fernsehsendern live uebertragen, eine Mischung aus Karneval, Rocky-Horror-Picture-Show, Love-Parade und Christopher-Street-Day... Eigentlich sind wir beide ueberzeugte Karnevals-Hasser, aber das hier ist irgendwie anderes: kreativer, ohne das ganze Drumherum-wir-muessen-alle-lustig-sein- gehabe,und vor allem ohne betrunkene Menschen (Alkohol in der Oeffentlichkeit auf der Strasse zu trinken ist verboten). Es war ein echtes Erlebniss, und wir sind froh dass wir es als Abschluss hatten.
Den letzten Bericht gibt es von zu Hause aus, ebenso wie die Bilder der letzten Wochen. Bis bald!!!
Countdown fuer die letzte Woche
26. Oktober 2008 02:38, geschrieben von sumiz, Kategorien [ Allgemein ][ (2) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Eigentlich wollten wir schon laengst den einen oder anderen bericht mit vielen tollen Bildern auf die Seite Stellen, aber es ist-man glaubt es kaum- in Amerika so gut wie unmoeglich einen funktionstuechtigen oeffentlichen Internetzugang zu finden. Wenn man keinen eigenen Laptop hat ist man aufgeschmissen, hoechstens Biblitheken haben einen auf 15 Minuten beschraenkten Zugang, aber Bilder hochladen und bearbeiten ist verboten. Es tut uns sehr leid das die Fotos der letzten Wochen dann erst in einer Woche zu sehen sein werden.
Wir haben vor ca. 12 tagen Kanada verlassen und die Grenze zu den USA ueberquert. Wir sind an der Kueste von Maine nach Sueden gefahren, und waren zunaechst in Bar Harbour und dem Arcadia Nationalpark, dann in Camden und Boothbay Harbour, alles sehr huebsche Hafenstaedte. Weiter ging es ein Stueck ins Land rein nach New Hampshire in die White Mountains. Neuengland ist weltweit beruehmt fuer den Indian Summer, wenn sich alle Blaetter nach dem ersten Frost faerben, und alles ist bunt bunt bunt... In Farben, die man bei uns so nicht sieht. Unter anderem waren wir auf dem Mount Washington, dem hoechsten Berg der Nordost-Gegend, der einige Rekorde aufgestellt hat- unter anderem den fuer die extremsten Wetterbedingungen und die hoechste jemals gemessene Windgeschwindigkeit. Wir hatten einen klaren Tag und Aussicht bis in die Provinz Quebec und zum Atlantik, allerdings bei einsigen -6 Grad.
Die letzten Tage waren wir dann in Portland, Portsmouth und Salem- bekannt durch die Hexenprozesse von 1692 und allerlei Spukgeschichten... Jedes Jahr im Oktober gibt es dort das haunted Happenings Halloween Festival, und der ganze Ort ist total verrueckt. Die wunderschoenen alten Haeuser sind Herbst-und Halloweenmaessig geschmueckt. Die zahlreichen Hexen-und Piraten-Museen haben alle Sonderaktionen, die Geschaefte laufen ueber vor seltsamen Dingen, jedes zweite ist sowieso ein Zaubergeschaeft, wo man von Heilkraeutern ueber Liebeszauber, Vodoopuppen, Kesseln bis hin zu Zauberstaeben alles bekommt. Man kann sich auf diverse Arten wahrsagen oder Karten legen lassen, und ueberall laufen verkleidete Schausteller rum, das passende gruselige Kostuem gibt es selbstverstaendlich auch... Am spannendsten wird es abends, wenn jede Menge gefuehrte Touren starten, wo Gruppen mit Kerzen und Fackeln ausgestattet zu Spukhaeusern und alten Mordschauplaetzen ziehen und die Geschichten dazu erzaehlt bekommen.
Gestern haben wir den Mietwagen mit dem wir die ganze Zeit unterwegs waren abgegeben und sind in Boston angekommen. Boston ist ueberraschend klein und relativ uebersichtlich. Uebermorgen geht es noch nach New York City, und in einer Woche geht schon unser Rueckflug...
Amerika nervt teilweise ziemlich, besonders die Wahlkampf-Schlammschlachten sind kaum noch zu ertragen. Aber das ist nicht das einzige...
Warum Amerikaner seltsam sind, Teil 1
- Sie tun Eiswuerfel in alles was trinkbar ist, inklusive Milch und Rotwein. - Sie haben Drive-In Cafes, Supermaerkte, Schnapslaeden und Geldautomaten- was schon seltsam genug ist, aber es geht noch kurioser: Die Driv-In-Geldautomaten sind mit Blindenschrift versehen. - Kartoffelchips und Pommes gelten hier allen Ernstes als GEMUESE. - Sie verwenden seltsame Masseinheiten: Fahrenheit, Meilen, Fuss, Yards, Unzen, Pfund (emtspricht nicht 500 mg), Acren und Gallonen. - Der durchschnittliche Fernseher hat 378 Kanaele. Auf keinem einzigen davon (mal vom Wetterkanal abgesehen) kommt irgendetwas sinnvolles. Nachrichten sind eine Katastrophe, sie bestehen aus Sensationsmeldungen und "Experten" die sich gegenseitig anbruellen. Im Schnitt kommt alle 6 Minuten fuer 3 Minuten Werbung. - Sie haben ueberall Fahnen haengen. Selbst Feuerwehrhydranten sind rot-weiss-blau gestrichen. Auf Friedhoefen liegen keine Blumen auf den Graebern, sondern Fahnen. - Sie haben Geschaefte in denen man laut Werbeaufschrift "Waffen, Pornographie und Tiernahrung" oder " Alkohol und Gebrauchtreifen" kaufen kann. - Sie haben einen Hundetick. Es gibt Geschaefte in denen es ausschliesslich Hundezubehoer gibt (inklusive Hundepullover, Hundehuete und Hunde-Halloweenkostueme). Im Schreibwarenladen gibt es mehr Beileidskarten fuer wenn ein Hund stirbt als fuer Menschen. - Veteranen, Ehrenamtliche und Polizisten werden verehrt. Sie haben spezielle Autonummernschilder, eigene Supermartparkplaetze und zahlen nirgendwo Eintritt. - Ihr Umgang mit Medikamenten ist beunruhigend. Jede zweite Fernsehwerbung ist fuer ein medikament, der grossteil davon verschreibungspflichtig. Drugstores sind so gross wie Supermaerkte. Aspirin in 1000-Tabletten-Glaesern gibt es wirklich. Es gibt ein riesiges Regal nur mit Magensaeureblockern, sie sehen aus wie Bonbons und sind auch so verpackt, und es gibt welche mit Kaffegeschmack (!). Ach ja, uebrigens gibt es auch Drive-In-Drugstores...
Sorry...
20. Oktober 2008 17:22, geschrieben von sumiz, Kategorien [ Allgemein ][ (0) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Neuschottland
07. Oktober 2008 22:36, geschrieben von sumiz, Kategorien [ Allgemein ][ (0) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Der letzte Monat der Reise ist angebrochen, und wir machen uns langsam auf den Weg nach Boston die Kueste runter. Den Hurrikan haben wir gut ueberstanden, und er war wesentlich harmloser als vorhergesagt. Die Kueste suedlich von Halifax ist eine der schoensten Gegenden in denen wir bisher waren, mit wunderschoenen kleinen Fischerdoerfern mit bunten viktorianischen Haeusern und Straenden an denen man kilometerweit der einzige ist...
In der letzten Woche waren wir auf Cape Breton Island im Norden Nova Scottias, und waren auf dem Cabot-Trail durch den Nationalpark unterwegs- atemberaubende Landschaften und wilde Kuesten, und wir haben jede Menge Elche gesehen...
Seit drei tagen sind wir auf Prince Edwart Island, der kleinsten der kanadischen Provinzen. Die Insel ist nicht sehr gross (zumindst nicht im Vergleich zum Rest von Kanada...), und die Provizhauptstadt Charlottetown sehr huebsch. Morgen geht es ueber die Confederation Bridge (ueberigens die laengste Bruecke der Welt, 17 Kilometer von hier bis zum festland) zurueck, und dann an der Kueste von New Brunswick bis zur US-Grenze. Der Herbst kommt, und hier passiert gerade das was bei uns als "Indian Summer" bekannt ist: die unzaehligen Zuckerahorn-Baeume faerben sich nach dem ersten Frost, und die Blaetter haben alle Farbschattierungen von rot, orange und gelb die man sich vorstellen kann- ein wunderschoener Anblick...
Nova Scottia
28. September 2008 04:23, geschrieben von sumiz, Kategorien [ Allgemein ][ (1) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Wir sind gut in Halifax gelandet, und haben gestern unseren Mietwagen fuer den letzten Abschnitt der Reise in Empfang genommen. Heute sind wir schon an der wunderschoenen Kueste Neuschottlands unterwegs gewesen, der Herbst ist da und die ersten Baeume sind schon bunt... Endlich sind auch die Bilder von den letzten Tagen ab Quebec online, auch die ersten von Nova Scottia sind dabei (Peggys Cove), zu finden im Canada-Ost- Ordner.
Laut der Wetterberichte zieht gerade Hurrikan "Kyle" ueber den Atlantik nach Norden, und wird voraussichtlich morgen im Laufe des Tages auf den Sueden von Nova Scottia und New Brunswick treffen. Noch ist hier niemand wirklich beunruhigt, wir warten einfach mal ab was daraus wird und melden uns bald wieder! www.weather.com
La belle Province...
24. September 2008 01:27, geschrieben von sumiz, Kategorien [ Allgemein ][ (1) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
So schnell sind schon die letzten 40 Tage unserer Reise angebrochen, und morgen geht es weiter nach Halifax/ Neuschottland.
Vom wunderschoenen Quebec City aus ging es weiter den Sankt Laurence-Strom rauf, zunaechst bis nach Baie-St.Paul und Charlevoix. Der kleine Ort ist als Kuenstlerdorf bekannt, jedes zweiter der huebschen viktorianischen Haeuser ist eine Kunstgallerie, die andere Haelfte sind Cafes und Restaurants... Als naechstes ging es nach Tadoussac, ein kleiner Ort der an einem Fjord liegt und als einer der besten Orte der Welt zum Wale beobachten gilt- nicht gelogen, die ersten haben wir schon gesehen bevor wir ueberhaupt richtig da waren. Um nach Tadoussac zu kommen muss man ein kurzes Stueck mit einer Faehre uebersetzen, und wir haben eine grosse Gruppe Belugawale direkt neben der Faehre gesehen. Spaeter beim Spazieren gehen am Strand haben wir weiter draussen Buckelwale springen sehen, und einen Tag spaeter bei einer Bootstour so viele Finn- und Minkwale das man gar nicht wusste wohin man zuerst schauen soll... Dann ging es weiter mit der Faehre ueber den St.Laurence nach Rivierer-du-Loup, und von da aus zurueck nach Montreal. Das Wetter hat zwischenzeitlich nicht ganz so mitgespielt, die Reste von "Ike" sind ueber uns gezogen und haben uns einige Tage verregnet. Noch dazu kam das wir mit dem Bus nicht so richtig da hin gekommen sind wo wir eigentlich hin wollten, weshalb wir drei Tage frueher nach Montreal zurueck gekommen sind.
Insgesamt hat uns der Quebec-Teil von Canada aber sehr gut gefallen, man koennte hier sehr gut leben.... Wo sonst gibt es perfekten Cafe au Lait mit den besten Croissants ausserhalb von Paris, huebsche kleine Ort mit wunderschoenen Haeusern, Chocolaterien wo man hausgemachte Blaubeerschokolade bekommt, das ganze mitten in einer grandiosen Landchaft mit dichten Waeldern, Fjorden und Seen wo man Wale, Biber, Schwarzbaeren und Elche beobachten kann?
Montreal vibriert vor lauter Energie, und scheint immer genau das zu haben was man gerade moechte. Das Franzoesisch reicht nicht fuer das was du sagen willst? Kein Problem, sprich einfach englisch. Du hast Sehnsucht nach Asien oder Europa? Chinatown und die Altstadt sind nur zwei Metrostationen weit weg. Du willst Cafes massenweise, schoene Parks, Museen, Kunst, deine Ruhe, Action?? Gibts alles um die Ecke. Montreal ist die Stadt mit den groessten Temperaturunterschieden in ganz Canada, von moerderischen -30 Grad im Winter bis zu knallheissen +30 Grad und mehr im Sommer. Allerdings ist der Sommer kurz, nur von Juni bis September, und genau dann beginnt die Festival-Zeit fuer die Montreal ueberall beruehmt ist. Gerade sind die letzten scheonen Tage, die ganz grosse Hitze ist vorbei, es ist wieder ertraeglich draussen zu sein, und die letzten Sonnenstrahlen vor dem harten Winter muessen noch mitgenommen werden, deshalb ist gerade alles auf den Beinen in den Parks und auf den Terassen der Cafes. Mal sehen ob es in Halifax schon Herbst ist....
Montreal und Quebec
08. September 2008 23:39, geschrieben von sumiz, Kategorien [ Allgemein ][ (0) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Ja, jetzt ist es passiert. Acht Monate sind wir um die Welt gereist, und jetzt haben wir uns verliebt. In einen Ort, besser gesagt eine ganze Provinz. Quebec in Kanadas Ost am St.Laurence-Strom- bilingual, bikulturell und multikulinarisch. Ein grandioser Mix aus englisch und franzoesisch, alt und neu, Kanada und der Welt.
Angefangen hat alles in Montreal, wo wir nach einer weiteren durchgemachten Nacht im Flugzeug mal wieder zu einer unmoeglichen Uhrzeit gestrandet sind, und von dem wir erst mal einen halben Tag voellig verschlafen haben (Zeitverschiebungen sind die Pest, wer sich das ausgedacht hat...). Eigentlich hatten wir nur einen Tag in Montreal, aber der hat eigentlich schon gereicht um die Stadt toll zu finden. Es gibt nicht nur die meisten Nationen der Welt in Stadtteilen, sondern auch noch eine wunderschoene Altstadt. Das meiste vom Tag haben wir damit verbracht auf den Mount Royal, Montreals "Namensgeber" und hoechster (naja, eigentlich einziger) Berg zu steigen- ganze 265 Meter hoch (das entspricht ziemlich vielen Treppen). Die restliche Zeit haben wir in den diversen fabelhaften Cafes der Stadt verbracht, alle so schoen und perfekt das es kaum noch besser gehen kann. Dachten wir. Bis wir einen Tag spaeter in Quebec City ankamen, wo es endgueltig um uns geschehen war.
Quebec stielt seinen saemtlichen franzoesischen Vorbildern nach denen es 1608 gebaut wurde gewaltig die Show. Mit seiner ummauerten Altstadt mit engen Gaesschen, Steinhaeusern, Parks, Kirchen und Schloessern koennte man genauso gut auch in Wien, Paris oder Barcelona sein. Es hat nichts mit den zwar huebschen, aber doch sehr designten anderen Nordmaerikanischen Staedten gemeinsam, in denen wir bisher waren. Diese Stadt hat Geschichte und Charme. Viel davon. Und sie feiert gerade ihr 400-jaehriges Bestehen, aber eigentlich nutzt man das nur als Vorwand um einen Grund zu haben jeden Tag zu feiern- mit Konzerten, Theater, Strassenmusik, Kunst.... Die Bevoelkerung ist vor allem eins: franzoesich. Das ist auch die Hauptsprache die man hier spricht, allerdins wird auch gerne man mitten im Satz zum englischen gewechselt, oder einfach von vorne herein beide Sprachen nach Lust und Laune gemischt. Quebec ist wirklich eine Schoenheit, ein Fest fuer alle Sinne, und so lebensfroh wie es nur geht. Im Vergleich zum restliche Nordamerika wird hier mehr getrunken, ueberall geraucht, weniger Tage im Jahr gearbeitet. Die Geschaefte sind eine gemeinheit, so huebsch das man locker das doppelte unseres Budgets vor dem Mittag vershoppen koennte... Am liebsten moechte man sich so ein albernes T-Shirt was es in den Touristenlaeden ueberall gibt anziehen, wo "Quebec je t`aime" drauf steht, denn es ist oh so wahr.....
Ach ja, wir muessen hier mal was zugeben. Eigentlich reisen wir nur wegen den Essen. Wir haben es bisher problemlos geschafft uns durch die Welt zu futtern. Quebec gibt uns speziell deswegen einen Grund zum Auswandern. Das Essen (Oh, das Essen!!) ist der wahre Grund dafuer das wir es hier so toll finden, denn es gibt unzaehlige (und ich meine unzaehlige, wir haben es versucht) Restaurants, Bistros, Strassencafes, Crêperien, Tavernen, Maerkte, Feinkostlaeden,.... und jedes einzelne davon ist fantastisch und hat eine Atmosphaere wie gerade in Paris ab- und hier wieder aufgebaut.
Wir haben noch knapp zwei Wochen in der Provinz und Montreal, bevor wir uns nach Nova Scottia und Neuengland aufmachen und den letzten Abschnitt der Reise beginnen. Morgen werden wir den St.Laurence-Strom auf der westlichen Seite hoch nach Baie St. Paul und Tadoussac fahren, dann gehts ueber den Strom und auf der anderen Seite wieder zurueck.
Die Rocky Mountains... oder: "Platz da, sie versperren den Blick auf die Wildniss!!"
31. August 2008 20:29, geschrieben von sumiz, Kategorien [ Allgemein ][ (2) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Gerade sind wir nach zehn Tagen in den Rocky Mountains wieder in Vancouver angekommen. Bei uns ist es Mittag, und wir sind seit ueber 28 Stunden wach (bislang noch ohne Ausfallerscheinungen), denn wir sind 16 Stunden ueber Nacht mit dem Bus unterwegs gewesen um ein im Vergleich zur Groesse Kanadas deprimierend kleines Stueck auf der Karte zurueck zu legen. Falls also jemand zu hause gerne mal nach Kanada moechte um "Weite zu erfahren", dann koennen wir Busfahren als Verkehrsmittel der Wahl nur empfehlen. Und ach ja, falls ihr zufaellig die Geschichte ueber den Mord im Greyhound-Bus in Kanada gehoert haben solltet, wir koennen jetzt auch nachvollziehen warum jemand auf die Idee kommt seine Mitreisenden zu morden... Morgen abend geht es weiter in den Osten nach Montreal (da werden wir mal testen wie viel von den ehemaligen franzoesisch-Kenntnissen noch vorhanden sind :-(( ), aber vorher noch schnell ein paar Bilder und Eindruecke aus den Nationalparks.
Die Strecke von Vancouver hinzugs haben wir Etappenweise zurueck gelegt, und Zwischenstopps in Kamloops und Kelowna gemacht- beides mittelgrosse Staedte, beide nicht besonders huebsch oder herausragend. Von dort aus ging es zunaechst nach Banff und in den Banff Nationalpark. Die Rocky Mountains sind schon recht beeindruckend, irgendwie wilder und gewaltiger als die Alpen... Ausserdem mit mehr wilden Tieren, wir haben unter anderem einen Schwarzbaeren, mehrere Coyoten, zwei Woelfe, einen Lux und einige Waipiti-Elks (sowas wie grosse Hirsche, nur huebscher und weniger scheu als bei uns). In Banff haben wir einen Mietwagen in Empfang genommen und waren damit eigentlich die ganze Zeit in den diversen Nationalparks um Banff und Jasper unterwegs. Landschaftlich sehr beeindruckend und sehr vielfaeltig, es gibt massenweise schoene Wasserfaelle, riesige Fluesse und Seen in teilweise ausserirdischen Farben, viele Gletscher,... und leider auch massenweise Menschen die das ganze mit mehrtonnen-Super-Wohnmobilen und Reisebussen bevoelkern. Die Strasse durch die Parks war ueberfuellt, und es kam regelmaessig zu Staus- Einen zu verursachen ist uebrigens ganz leicht, einfach ploetzlich anhalten, auf den Standstreifen fahren, angestrengt in eine bstimmte Richtung schauen und aufgeregt deuten. Wenn dann die ersten Auto hinter einem anhalten einfach dem ersten was von einem Baer/Elch/was-auch-immer-Tier erzaehlen, und wenn genug Autos stehen einfach schnell weiterfahren... Funktioniert immer ;-)
Ungluecklicherweise hat sich die ueberfuellung der Gegend auf unsere Planung teilweise recht negativ ausgewirkt, als wir an einem tag nach Jasper gefahren sind mussten wir feststellen das sich in der Tourismusinformation gerade ein Mob von ca. zwanzig Leuten um die letzten Uebernachtungsmoeglichkeiten streitet. Mit viel Glueck haben wir noch das letzte Zimmer fuer unter 200 Can. Dollar bekommen, aber daraufhin beschlossen in die Wildniss zu fluechten und ab da lieber in Hostels ohne Strom und fliessendes Wasser (naja, fliessend schon, nur eben nicht in warm durch eine Leitung sondern in 4 Grad kalt im Bach nebenan) zu wohnen, und wir waren davon recht begeistert.
Das Problem in diesem Teil von Kanada ist, das die Sommersaison hier sehr kurz ist. Meistens liegt noch bis in den Mai Schnee, und wir hatten vorgestern Nacht schon das erste mal Temperaturen unter Null und den ersten Schnee bis in die Taeler. Die ersten Geschaefte fangen schon an sich auf die Skisaison vorzubereiten, und die letzten warmen Tage muessen mit Gewalt genutzt werden, selbst wenn es wie in den letzten Tagen in Stoemen regnet- die Parkplaetze sind bis auf den letzten Platz voll, und es wimmelt ueberall von Wandergruppen und fotowuetigen Japanern. Davon abgesehen sind die Parks wirklich schoen und beeindruckend, vor allem wenn man die ueberfuellten Teile davon verlaesst (fuer gewoehnlich braucht man sich nur ca. 200 Meter von Strasse und Parkplatz zu entfernen um Ruhe zu haben).
Unser groesstes Abenteuer hatten wir als wir auf der Suche nach einer vemeindlichen Abkuerzung einen auf unserer Karte als "Nebenstrasse" eingezeichneten Weg genommen haben, der zu einem Ort fuehren sollte, wo wir uebernachten wollten. Wie wir feststellen mussten, waren nur die ersten 50 Kilometer befestigte Strasse, ab dann wurde das ganze zu einer einspurigen, geschotterten Piste durchs Nirgendwo, teilweise unbefestigt durch Flusslauefe. Das ganze fuehrte 150 Kilometer lang durch den Wald, ohne das man an Haeusern, Doerfern oder sonstigen Orientierungspunkten vorbeigekommen waere. Die Autos die uns begegenet sind, waren alle Gelaendewagen, eine Gruppe von Campern die wir nach dem Weg und wie lange es wohl noch dauert bis wir ankommen hat erstmal herzlich gelacht... Alles in allem haben wir 6,5 Stunden gebraucht, und sind zum Glueck heil mit unserem kleinen Mietwagen (ohne Allrad) im letzten Tageslicht angekommen- ein ziemliches Abenteuer, wenn man Deutschland gewoehnt ist :-)
Vancouver und Vancouver Island
16. August 2008 01:38, geschrieben von sumiz, Kategorien [ Allgemein ][ (0) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Jaja, man wird schreibfaul nach so vielen Tagen unterwegs... Entschuldigung das es so lange gedaurt hat seit dem letzten Eintrag.
Fast zwei Wochen sind wir schon im westlichen Kanada unterwegs, zunaechst in Vancouver City, und in der letzten Woche auf Vancouver Island. Kanada hat uns einen schweren Start bereitet: Es ist Hochsommer, und gleichzeitig Hauptsaison ueberall, so dass viele Hostels komplett ausgebucht sind. Zum ersten Mal seit wir gestartet sind haben wir uns in der fuer uns ungewohnten und unschoenen Situation wiedergefunden, unsere Ziele und Reiseroute genau planen zu muessen und fuer Wochen im Voraus Unterkuenfte buchen zu muessen, was viel Zeit vor dem Internet und am Telefon erfordert hat. Letztenendes haben wir es aber geschafft, mit einigen Kompromissen und nachdem alles fuenfmal wieder umgeworfen und neugeplant wurde, es einigermassen zufriedenstellend hin zu bekommen, so dass wir die Zeit jetzt wieder geniessen koennen. Voll und ganz, denn wir haben tolles Sommer-Wetter mit viel Sonne und sehr angenehmen Temperaturen zwischen 24-28 Grad.
In den ersten Tagen in Vancouver hatten wir die volle Dosis "Summer in The City", und wir haben die meiste Zeit auf dem riesigen Gelaende des wunderschoenen Stanley Parks verbracht. Der Park liegt sehr schoen auf einer Halbinsel vom Pazifik und Teilen des Hafens umschlossen, es gibt eine ca. 16 Kilometer lange Strecke die am Wasser entlang rundherum fuehrt (es gibt zum Glueck auch einen Shuttlebus), eine Lagune, drei Straende und etliche Spazierwege durch schoene Waelder mit alten Baeumen. Was uns auch sehr gut gefallen hat war Granville Island, eine kleine Insel in der Stadt, wo es einen sehr schoenen Markt gibt auf dem man alles Essen was man sich vorstellen kann bekommt- ausserdem gibt es eine Brauerei, viiiele Cafes und jede Menge Strassenkuenstler.
Unser naechstes Ziel war Victoria auf Vancouver Island. Mit Bus und Faehre braucht man ca. 3 Stunden um dorthin zu kommen. Victoria ist sehr huebsch, mit vielen viktorianischen Haeusern- in jedes einzelne davon waeren wir glatt sofort eingezogen... Am Hafen liegen eine Reihe niedlicher Hausboote, und es gibt leckere "Fish&Chips". Bei einem Spaziergang an der Kueste entlang kann man bis zur gegenueber liegenden amerikanischen Kueste schauen und die schneebedeckten Berge des Olympic Peninsula Nationalparks in der Naehe von Seattle erkennen. Von Victoria aus haben wir eine Whale-Watching-Tour gemacht und viele Orca-Wale vor der Kueste gesehen- siehe Bilder.
Nach Victoria sind wir noch ein Stueck weiter in den Norden Vancouver Islands nach Ucluelet und Tofino gefahren. Beide Ort liegen an der Kueste, mit dem beeindruckenden Long Beach dazwischen. Allein die Busfahrt da hin lohnt sich, vorbei an hohen Bergen, Fluessen die eine tolle tuerkisblaue Farbe haben, und quer durch Nationalparks in denen es die hoechsten Baeume der Welt gibt. Wir haben schon zwei Schwarzbaeren gesehen (und werden hoffentlich nicht gefressen- mal schauen ob diese albernen Baerengloeckchen noch was anderes haben als unterhaltungswert...). Wir haben drei Tage in Ucluelet verbracht, hauptsaechlich damit entwerder den gefaehrlicher als er ist klingenden "Wild Pacific Trail" entlang zu wanderen oder am Treibholz- gesaeumten Long Beach den schnellen Wetterwechseln zuzusehen.
Gestern sind wir per Bus und Faehre wieder aufs Festland zurueck gekehrt und haben Zwischenstopp in Squamish gemacht- ca. eine Stunde noerdlich von Vancouver City gelegen, von Bergen, Pazifikauslaeufern und Fluessen eingerahmt, und mit einer ganz netten Hostel. In den naechsten Tagen werden wir von Vancouver aus in Richtung Rocky Mountains fahren, mit Stopps in Kamloops und Kelowna bis Banff, von wo aus wir mit einem Mietwagen selbst in Richtung der Nationalparks starten werden.




